
Mehr als Fassade
In Magdeburg spannt sich der Bogen von Kaiser Otto I. bis zu Friedensreich Hundertwasser. Kultur, Sport und Natur – die Landeshauptstadt an der Elbe hat viele Gesichter.
Ihn zu übersehen, ist nahezu unmöglich – der Dom St. Mauritius und Katharina, die erste gotische Kathedrale auf deutschem Boden, prägt die Stadt wie kein anderes Gebäude. Dabei gibt es in Magdeburg einige besondere Bauwerke: Die Grüne Zitadelle von Magdeburg des bekannten Architekten Friedensreich Hundertwasser. Die Hyparschale im Stadtpark ist eine Ikone der Nachkriegsmoderne aus Glas, Metall und Beton. Der Jahrtausendturm im Elbauenpark ist das weltweit größte Holzbauwerk seiner Art. Im Sommer pulsiert das Leben in den Restaurants und Bars entlang des Elbufers. Und rund um Weihnachten verwandelt die Magdeburger Lichterwelt die Stadt mit über 1,2 Millionen LED-Lämpchen.
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Dom bewundern
Nach einem ausgedehnten Frühstück in einem der zahlreichen Cafés in der Innenstadt geht es zum Domplatz – dem historischen Herzen Magdeburgs. Im Dom befinden sich die Gräber von Kaiser Otto dem Großen und seiner Frau Editha. Eine spannend aufbereitete Ausstellung zur Geschichte Magdeburgs als Kaiserstadt gibt es im Dommuseum Ottonianum gegenüber. Wenige hundert Meter weiter steht die Grüne Zitadelle von Magdeburg mit ihrer markanten Fassade und goldenen Kugeln auf dem begrünten Dach – erbaut nach den Plänen des bekannten Künstlers und Architekten Friedensreich Hundertwasser. Zu einem Bummel laden die verwinkelten Innenhöfe mit ihren Läden und Restaurants ein.
Ein anderer großer Otto der Stadt ist der einstige Bürgermeister und Erfinder Otto von Guericke, der mit seinem Halbkugel-Experiment in die Wissenschaftsgeschichte einging. Wissenswertes zu seinem Leben finden Interessierte im Otto-von-Guericke-Museum in der Lukasklause.
Nach einer kleinen Mittagspause steht eine Schifffahrt mit der „Weißen Flotte“ auf der Elbe oder eine Tour im roten Doppeldeckerbus auf dem Programm.
Am Nachmittag heißt es Vorhang auf bei einem Stück im Magdeburger Puppentheater – es gehört zu den größten Puppentheatern Deutschlands. In der „villa p.“ unmittelbar daneben ist die größte öffentliche Figurensammlung Mitteldeutschlands mit mehr als 1.200 Puppen und Marionetten zu bestaunen.
Einen Ausklang findet der Tag am Hasselbachplatz – dem Kneipenviertel der Landeshauptstadt.
Entlang der Elbe
Durch Magdeburg führt auch der beliebte Elberadweg. Mit dem Rad geht es am Vormittag entlang der markanten Stadtsilhouette zum Elbauenpark. Neben einer Sommerrodelbahn, einem Kletterfelsen oder dem Schmetterlingshaus steht dort der 60 Meter hohe Jahrtausendturm – das weltweit größte Holzbauwerk seiner Art entstand 1999 anlässlich der Bundesgartenschau. Im Inneren des „schlausten Turms der Welt“ macht eine Ausstellung 6.000 Jahre Menschheits- und Technikgeschichte mit zahlreichen Experimenten lebendig.
Wer noch mehr Ingenieurskunst erkunden möchte, kann weiter radeln zum Wasserstraßenkreuz. Die Schleuse in Hohenwarthe stellt die Verbindung vom Mittellandkanal zum Elbe-Havel-Kanal her. Mit ihrer Hilfe können Schiffe einen Höhenunterschied von fast 20 Meter überwinden.
Das Herzstück ist die Trogbrücke – mit 918 Metern die längste Kanalbrücke Europas.
Magdeburg ist auch eine Stadt für Sportbegeisterte: Am Nachmittag wäre somit Gelegenheit, ein Spiel des 1. FC Magdeburgs oder der europaweit erfolgreichen Magdeburger Handballer des SCM anzuschauen. Als Alternative bietet sich ein Besuch im Zoo an: Vom sibirischen Tiger bis zur Zwergmeerkatze leben 650 Tiere in 154 Arten auf dem Gelände. Mit einem Spaziergang durch den Stadtpark Rotehorn, Magdeburgs größtem Park, geht der Aufenthalt in der Elbestadt seinem Ende entgegen.
Gastro-Tipps entlang der Elbe
Einer der beliebtesten Biergärten ist der Mückenwirt am Fährübergang Buckau – an warmen Sommerabenden lässt sich bei kühlen Getränken der Blick auf die Elbe genießen. Genauso beliebt ist die Schweizer Milchkuranstalt am Fürstenwall. Am Domfelsen gelegen, begeistert das Culinaria seine Gäste mit einer gehobenen Crossover-Küche. Für sommerliche Partystimmung mit maritimem Flair sorgt ein Besuch im Yachthafen – mit der Hafenbar ebenso wie eine Fahrt im Grillboot. Umgeben von den alten Speichern ist das Café Treibgut im Wissenschaftshafen eine empfehlenswerte Adresse – ob hausgemachter Kuchen, Eisvariationen oder herzhafte Köstlichkeiten. Gute Adressen für Cocktails sind die Strandbar Magdeburg und der Montego Beachclub.
















